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Wir sind hhpberlin: Johannes Kaden

Aktualisiert: 30. Mai

Johannes hat tatsächlich schon in seiner Jugend Feuerwehrpläne erstellt. Vermutlich sogar freiwillig. Inzwischen ist er, auf notwendigen Umwegen nach Magdeburg und Karlsruhe, im herrlich ‚chaotischen‘ Arbeitsalltag bei hhpberlin angekommen, wo ihn gleich am Anfang ein Wirtshaus vor immense Herausforderungen gestellt hat...



Johannes Kaden kam 2019 zu hhpberlin. Nach seinem Studium in Magdeburg (Sicherheit und Gefahrenabwehr) war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent am Karlsruher Institut für Technologie tätig. Von unserem Berliner Standort berät er Bauherren und Architekten bei der Planung ihrer Bauvorhaben.




Hallo Johannes, warum hast du dich für eine Karriere im Brandschutz entschieden?


Meine Karriere im Brandschutz ging schon früh los.

Meine Familie ist auch in der Branche heimisch, sodass ich schon in Jugendjahren angefangen habe, Feuerwehrlaufkarten und Feuerwehrpläne zu erstellen. Das hat mir immer viel Spaß gemacht und ich finde es auch immer noch sehr spannend.

Nach dem Abitur war ich genauso planlos wie die meisten in dem Alter und habe angefangen, in Magdeburg Sicherheits- und Gefahrenabwehr zu studieren, da dies viele meiner Interessen abdeckte. Im Master habe ich mich dann im Bereich der industriellen Sicherheit und den Vertiefungen zum Thema Brandschutz weiter spezialisiert. Nach einer kleinen „Auszeit“, in der ich in der Forschung am KIT in Karlsruhe tätig war, hat es mich zu hhpberlin verschlagen.


Warum hast du dich für hhpberlin entschieden?


Ich hatte auch schon während meines Studiums zweimal versucht, bei hhpberlin zu arbeiten, hab mich aber jedes Mal zu spät gekümmert und wurde tatsächlich zwei Mal abgelehnt.

Nachdem ich meine wissenschaftliche Karriere quasi beendet habe, wollte ich nach Berlin ziehen. Ich wusste ja, dass hhpberlin als eines der größten Brandschutzbüros in Berlin sitzt. Also habe mich nochmal beworben und wenige Tage später schon mein Bewerbungsgespräch gehabt. Alles, was mir da erzählt wurde, hat mich so sehr überzeugt, dass ich dachte ja: hier kann ich arbeiten! Und das tu ich immer noch und auch sehr gerne.


Wie kann man sich deinen typischen Arbeitsalltag vorstellen?


Liebevoll ausgedrückt: chaotisch, unstrukturiert.


Oha.


Jeder Tag beginnt einfach damit, erstmal ins Büro zu fahren oder den Rechner aufzuklappen, Emails checken, Aufgaben zu sortieren, den Tag zu strukturieren.

Aber auch wenn man sich noch so viel Mühe gibt, Strukturen in seinen Tag reinzubringen. als Brandschützer mit sehr vielen Projekten, kommt einfach immer etwas dazwischen. Das ist auch okay so. Das Reizvolle an diesem Job ist ja gerade, dass man nicht nur an einem einzigen Projekt arbeitet, sondern sehr situativ agieren muss.


Arbeitest du lieber im Büro oder im Home Office?


Kommt drauf an. Ich bin gerne im Büro.

Ich finde den Austausch mit den Kollegen auf dem Flur deutlich angenehmer und zielführender, als wenn man sich nur per Videotelefonie online abstimmen kann.

Aber ab und an bin ich auch mal gerne im Home Office, zum Beispiel wenn ich mich sehr konzentrieren muss. Mit der Ruhe im Home Office kann das Büro nicht mithalten.

Ich finde die Mischung, die bei uns möglich ist, das hybride Arbeiten, sehr gut, da das gut in meine Lebensumstände passt.


Kannst du dich noch an dein erstes Projekt bei hhpberlin erinnern?


Ja, das war mit unserer lieben Frau Ehrlicher. Ein Mieterausbau in einem Berliner Einkaufszentrum, in das ein Wirtshaus reinkommen sollte. Das wirkte auf dem Papier sehr einfach. Aber es hat mich vor immense Herausforderungen gestellt, denn in der Realität war das alles gar nicht so, wie es auf dem Papier aussah.

Aber mit Unterstützung von Frau Ehrlicher haben wir das ganz gut über die Bühne gebracht. Das Wirtshaus ist mittlerweile natürlich auch eröffnet.

Kann man hingehen, ist wirklich schön da.


Und bei welchen deiner Projekte hast du bislang am meisten dazugelernt?


Das dürfte mein erstes Hochhaus, hier in Berlin, sein, das aktuell auch noch im Bau ist.

Ich lerne immer noch an diesem Projekt. Ziemlich kompliziert. Sehr viele Sonderbauvorschriften, die miteinander zusammengewürfelt werden mussten. Bei diesem Projekt habe ich von Tag 1 an mitgewirkt.

Ich lerne dabei sowohl auf fachlicher Ebene enorm viel dazu, aber auch auf menschlicher Ebene, vor allem, was die Kommunikation angeht.

Natürlich gab es da auch viele stressige Phasen, in denen ich manchmal dachte: „schaff ich nicht“, aber am Ende habe ich das doch alles gepackt und deswegen ist das bis heute eines meiner Lieblingsprojekte. Obwohl es oder , vielleicht auch gerade, weil es sehr herausfordernd ist.


Du bist ja in unserer hhpberlinU auch in der Lehre tätig und bildest zukünftige Fachplaner:innen und Sachverständige aus. Was macht den Reiz der Lehre aus?


Die Lehre hat mich auch schon zu der Zeit, als ich noch an der Uni gearbeitet habe, also Vorlesungen und Übungen geleitet habe, sehr interessiert.

Ich finde den Austausch mit den Auszubildenden und den Leuten, die darauf Lust haben, einfach sehr fruchtbar, sehr schön.

Es ist ein schönes Gefühl, Leuten etwas beizubringen, Wissen verständlich rüberzubringen.

Und wenn man merkt, dass die Leute das nicht verstanden haben, es nochmal anders erklären, so dass es verständlich wird. Ich lerne in jeder Ausbildung auch selber noch dazu, entdecke immer wieder andere Blickwinkel. Das hilft mir auch bei meiner alltäglichen Arbeit.


Gibt es auch etwas, das dich an deiner Arbeit nervt?


Natürlich gibt es immer mal Tage, an denen man sich einfach nur denkt: „Ich könnte jetzt auch nach Hause gehen!“ Das kann an den am Bau Beteiligten oder an der Planung Beteiligten liegen, mit denen man zum Beispiel ein kleines Kommunikationsproblem hat. Meistens läuft es darauf hinaus, dass man sich einfach gerade inhaltlich nicht verstehen kann. Das ist dann anstrengend und manchmal auch nervig.

Aber am Ende gehe ich an den seltensten Tagen mit einem schlechten Gefühl nach Hause, denn wenn man miteinander redet, lassen sich diese Probleme meist einfach lösen.


Was stört dich an hhpberlin?


Es wäre natürlich Quatsch zu sagen, dass bei hhpberlin alles perfekt ist. Bei uns hapert es, wie in jedem Unternehmen, oft an der Kommunikation. Prozesse sind nicht immer optimal an veränderte Bedingungen angepasst. Abstimmungen sind manchmal anstrengend und zeitaufwendig.

Es gibt einige Themen, bei denen wir noch besser werden können


Welche Rolle spielt Teamarbeit im Brandschutz?


Auf den ersten Blick gar nicht so eine riesige Rolle. Aber wenn man dann das eine Weile macht, merkt man, dass man Brandschutz allein nicht machen könnte. Auf jeden Fall nicht so lange und so gut, wie wir das hier machen. Da wir in eigentlich allen Projekten mindestens zu zweit, oft auch mit noch mehr Leuten arbeiten, gibt es stetigen Austausch und von diesem stetigen Austausch lebt die Qualität des Brandschutzes.

Teamarbeit ist wirklich entscheidend um Projekte auf eine sehr gute Art und Weise abzuschließen.


Wir sehen Deiner Meinung nach die zukünftigen Herausforderungen für Brandschützer:innen aus? Wie wird sich die Rolle weiterentwickeln? Oder bleibt alles, wie es ist?


Ich würde nicht sagen, dass alles bleibt, wie es ist.

Unser Job ist ein relativ traditioneller. Wir müssen Rechtsverordnungen kennen und, müssen daraufhin die Gebäude optimieren.

Wesentliche Sachen, die sich vielleicht ändern werden, sind Vereinfachungen im Baurecht.

Die Digitalisierung wird auf jeden Fall ein Thema werden. BIM wird auch im Brandschutz Einzug halten. Da ist hhpberlin ganz vorn dabei.

Ansonsten werden natürlich Holzbau und Fassadenbegrünung immer wichtiger.

Da muss man am Ball bleiben, sich weiterbilden, denn das ist nicht so trivial, wie es manchmal in den Medien klingt.


Einige Kolleg:innen haben auf die Frage geantwortet, dass sie als eine der größten Herausforderungen der nächsten Jahre den Umgang mit dem Bestandgebäuden sehen.

Siehst Du das auch so?



Also das ist ein Arbeitsfeld.

Ein Arbeitsfeld, das natürlich stärker in den Fokus rutschen wird. Aber ich sehe das nicht als Herausforderung, denn der Umgang mit dem Bestand ist keine neue Herausforderung.

Wir haben schon immer Bestandsgebäude. Gebäude leben nun mal länger als die meisten Brandschützer und Architekten. Es ist aber trotzdem ein schönes Arbeitsfeld, das seine Reize hat.


Wer sollte sich bei hhpberlin bewerben und wer sollte sich lieber nicht bewerben, weil er oder sie hier nicht besonders glücklich werden würde?


Nicht bewerben sollten sich Leute, die einfach nur gerne Dienst nach Vorschrift machen.

Leute, die richtig Bock und Leidenschaft für den Brandschutz mitbringen, selbstbestimmtes Arbeiten lieben und auch viele Freiheiten in ihrer Arbeitsweise mögen, sind hier herzlich willkommen. Alle, die eine Leidenschaft für Brandschutz haben, können hier richtig viel lernen und verdammt viel Spaß haben.


Sehr schön, wunderbar, danke Dir!









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