“Wir sind das Auge für die Feuerwehr” – das hhpberlin-Team Brandschutzdokumente stellt sich vor

Exakt und bis ins kleinste Detail – die Mitarbeiter vom hhpberlin-Team Brandschutzdokumente erstellen Pläne zur Dokumentation von Gebäuden: Feuerwehrpläne sowie Flucht- und Rettungspläne. Das klingt nach Schreibtischtätern und DIN-Normen-Junkies. Weit gefehlt! Hier sind erfahrene Spezialisten am Werk, die spannende Bauprojekte begleiten und – wie kaum ein anderer – in die Welt der Architektur vordringen.

Was genau sind eure Aufgaben im Team Brandschutzdokumente? Wie kann ich mir eure tägliche Arbeit vorstellen?

Eileen: Wir erstellen Brandschutzdokumente, die eine schnelle Orientierung innerhalb und außerhalb von Gebäuden und baulichen Anlagen ermöglichen. Wir dokumentieren alle wichtigen Informationen über Rettungswege, und – speziell für die Feuerwehr – Angriffswege, Brandschutz- und Löscheinrichtungen sowie besondere Gefahrenschwerpunkte. Diese Dokumente erzeugen wir auf Basis von Architektenplänen.


Unsere Arbeit beginnt meist mit der Bereinigung solcher Pläne. Für uns zählt der reine Grundriss: Wände, Türen, Fenster. Den „nackten“ Plan überprüfen wir während einer Begehung und ergänzen ihn mit den wesentlichen Informationen für die Feuerwehr. Stimmt der Grundriss? Handelt es sich bei dieser Tür um eine Brandschutztür? Ist das ein vertikaler oder horizontaler Rettungsweg? Hierzu sind wir im ständigen Austausch mit den Auftraggebern oder Architekten, den Eigentümern oder Mietern sowie mit der Branddirektion oder der Feuerwehr. Wir holen fehlende Angaben ein und überprüfen den aktuellen Planstand und die Umsetzung immerzu. Damit sind wir quasi die letzte Instanz kurz vor der Abnahme von Bauprojekten. Man kann sagen, dass wir das Auge für die Feuerwehr sind.


Das klingt nach viel Verantwortung!?


Benedikt: Ja, es braucht wirklich eine genaue Abstimmung. Darauf sind wir spezialisiert. Wir inspizieren die Gebäude komplett vom Keller bis zum Dach und schauen in Bereiche, in die sonst kaum jemand kommt. Wir führen all die benötigten Informationen zusammen. Und damit sind wir diejenigen, die mit unseren Plänen in der wirklich heißen Phase eines Projekts, kurz vor der baulichen Abnahme oder Inbetriebnahme, einen Gesamtüberblick zum Objekt geben.


Benedikt, du bist seit über 20 Jahren Mitarbeiter im Bereich Brandschutzdokumente. Warum hat es dir die Gebäudedokumentation so angetan?


Benedikt: Alles, was du dir an Gebäudenutzungen vorstellen kannst, wird von uns dokumentiert. Und dabei bleibt es eben nicht. Besonders die Begehungen sind regelmäßig hoch interessant, vor allem, wenn man das Glück hat, ein Objekt über einen langen Zeitraum zu begleiten. Ich war als Architekturstudent während der Planung des Berliner Regierungsviertels bei der Vorprüfung der Entwürfe des Wettbewerbs dabei, habe später während des Bauantrags bei den Brandschutzplänen mitgearbeitet und schließlich zur Fertigstellung und darüber hinaus die ganzen Brandschutzdokumente erstellt. Diesen intensiven Einblick hat nicht mal ein Architekt. Für mich als Architekturinteressierten ist das grandios.